Geschichte

Die Wurzeln von Shiatsu liegen in den Techniken von Anma, einer Massageform aus der traditionellen chinesischen Medizin, die vor etwa 1500 Jahren durch Kriegermönche nach Japan gebracht wurde. Viele Jahrhunderte lang studierten Ärzte in Japan Anma, um sich mit den Strukturen und Funktionen des menschlichen Körpers im Sinne der Meridianlehre vertraut zu machen. Diese manuelle Therapieform benützte - so wie Shiatsu heute noch - die Stimulation der uns aus der Akupunktur bekannten Schlüsselnervenpunkte (Nadelpunkte), um die Selbstheilungskräfte des menschlichen Körpers zu aktivieren. Als in Japan auch westlich beeinflusste Behandlungsmethoden eingeführt wurden, die auf Knochenstruktur, Nervensystem und innere Organe ihr Hauptaugenmerk legten, verschmolz die traditionelle Massagemethode Anma mit den modernen Methoden zu „Shiatsu“. Mitte der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde Shiatsu von der japanischen Regierung offiziell als medizinisch wirksame Form der Körpertherapie anerkannt und von den 70er Jahren an erlangte Shiatsu in den USA und Europa zunehmend an Bedeutung. In Österreich ist Shiatsu seit 1999 offiziell als Teilgewerbe des Massagegewerbes anerkannt.

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